QMB Qualitätsbeauftragter  – Kompetenzen und Aufgaben des Qualitätsmanagementbeauftragten

Der QMB – auch Qualitätsbeauftragter genannt – nimmt im Unternehmen und vor allem im Qualitätsmanagement eine besonders wichtige Rolle ein. Als zentraler Ansprechpartner für sowohl interne Mitarbeiter und Führungspersonen als auch für externe Kunden beantwortet ein Qualitätsbeauftragter alle Fragen zum Themenbereich Qualitätsmanagement. Weiterhin ist der Qualitätsbeauftragte auch für die Implementierung, Betreuung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems verantwortlich. Dabei muss der QMB das Qualitätsbewusstsein und Verbesserungsprojekte aktiv vorantreiben. Mithilfe eines effektiven Qualitätscontrollings trägt ein Qualitätsbeauftragter auch zur Optimierung der Kostenstrukturen des Unternehmens bei.  Um all diesen vielseitigen Aufgaben QMB gerecht zu werden, muss ein QMB umfassende Kompetenzen vorweisen. Dabei sollten die wichtigsten Methoden und Verfahrensweisen des Qualitätsmanagements genauso zum Wissensschatz des QMB Qualitätsbeauftragter gehören, wie Kenntnisse im Projektmanagement oder der Organisation von Qualitätszirkeln. Auf der folgenden Seite finden Sie ausführliche Informationen über die Position, die Aufgaben QMB sowie die erforderlichen Kompetenzen vom QMB Qualitätsbeauftragter .

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Ihre KOSTENLOSE Vorlage: Damit ein Qualitätsmanagementbeauftragter seiner Rolle effektiv nachkommen kann, müssen seine Aufgaben klar definiert und festgehalten werden. Mit der kostenlosen Vorlage Stellenbeschreibung QMB – Qualitätsmanagementbeauftragter ISO 9001 können Sie in Ihrem Unternehmen die Position des QMB und die damit verbunden Aufgaben beschreiben und somit eine korrekte Bestellung des Qualitätsbeauftragten sicherstellen.

Die Position des QMB – Qualitätsbeauftragter im Unternehmen 

Wurde der Qualitätsmanagementbeauftragte bis vor kurzen noch explizit von der ISO 9001 gefordert, so ist dies seit der aktuellen Revision der Norm im Jahr 2015 nicht mehr der Fall. Mit der neuen ISO 9001:2015 werden stattdessen neue und höhere Anforderungen an oberste Leitung als Hauptförderer des Qualitätsmanagements gestellt.

Ein Ziel der Revision der Qualitätsmanagementnorm war es, dass die Leitung eines Unternehmens die Verantwortung für das Qualitätsmanagement nicht mehr auf eine Person abschieben kann. Doch auch wenn die Rolle des QMB keine Normanforderung mehr darstellt, so bleiben die Aufgaben des Qualitätsmanagementbeauftragten erhalten. Die oberste Leitung kann diese Aufgaben an eine oder mehrere kompetente Mitarbeiter delegieren, sodass die Position des QMB aus den meisten Organisationen wohl nicht verschwindet.

Die oberste Leitung kann diese Aufgaben an eine oder mehrere kompetente Mitarbeiter delegieren, sodass die Position des QMB aus den meisten Organisationen wohl nicht verschwindet. Zu den typischen Aufgaben, die ein Qualitätsbeauftragter übernehmen kann, gehört es, die in der ISO 9001 formulierten Normforderungen im Qualitätsmanagementsystem umzusetzen. Auch kann es zum Verantwortungsbereich eines QMBs gehören, Prozesse zur Implementierung sowie zu Aufrechterhaltung des QM-Systems durchzuführen. Da die Stellung eines Qualitätsbeauftragten keine explizite Normforderung mehr ist, können sich die verschiedenen Aufgabenbereiche des Qualitätsmanagementbeauftragten auch von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden. Ganz gleich, welche Verantwortungsbereiche ein QMB inne hat – ein Qualitätsbeauftragter muss bestimmte soziale und fachliche Kompetenzen mitbringen, um seine Aufgaben innerhalb des Qualitätsmanagements zu erfüllen.

Sie möchten sich mit den Aufgaben eines QMB vertraut machen und lernen, diese erfolgreich umzusetzen? Dann qualifizieren Sie sich jetzt zum zertifizierten Qualitätsmanagementbeauftragten! Die Ausbildung QMB – Qualitätsmanagementbeauftragter ISO 9001 Produktion bzw. die Ausbildung QMB – Qualitätsmanagementbeauftragter ISO 9001 Dienstleistung vermittelt Ihnen die Kompetenzen und das nötige Wissen, um Ihrer Rolle als QMB gerecht zu werden.
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Kompetenzen des QMB Qualitätsbeauftragter – auch Lehren will gelernt sein

Um die Produkt- und Dienstleistungsqualität zu beeinflussen, ist das Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter maßgeblich mitentscheidend. Deshalb ist die „Sicherstellung der Förderung des Bewusstseins über die Kundenanforderungen in der gesamten Organisation“ in den Aufgabenumfang des QMB Qualitätsbeauftragter in der ISO 9001 integriert worden. Damit sich alle Mitarbeiter der Organisation hierüber bewusst werden, bedarf es einer pädagogischen Eignung des QMB – der QMB Qualitätsbeauftragter muss also tiefgründige Trainerkompetenzen aufweisen.

Neben didaktischen und methodischen Trainerkompetenzen muss der QMB Qualitätsbeauftragter auch weitere Kompetenzbereiche, wie der Lehrgangplanung oder dem Lehrgangsdesign beherrschen, um das Qualitätsbewusstsein aller Beteiligten nachhaltig zu stimulieren. Im nachstehenden Text finden Sie Anregungen und Hilfestellungen zur Umsetzung Ihrer Aufgaben QMB Qualitätsbeauftragter als „Qualitätsmanagementpädagoge“.

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Das Dilemma der „Hosentaschenpädagogen“ 

Häufig beschweren sich Teilnehmer von Schulungen oder Kursen über ihre Trainer, denn sie empfinden den Unterricht oftmalig als :

• langweilig
• nicht zu verstehen
• und überhaupt …

In den meisten Fällen sind die Trainer an dieser Situation schuldlos, denn sie wurden nicht ausreichend auf ihre Traineraufgabe vorbereitet. Im Unternehmen wird davon ausgegangen, dass ein QMB Qualitätsbeauftragter die Schulungen ja einfach nebenbei macht. Das Ergebnis dieser Einstellung ist, dass eher „Hosentaschenpädagogen“ für interne Schulungen im Einsatz sind. 

Dabei sollten sich Unternehmen die Frage stellen, woher die Ausbilder die pädagogischen Grundregeln und Voraussetzungen für einen guten Unterricht wissen sollen. Antworten soll der folgende Text mit einfachen und leicht zu behaltenden Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Unterricht und einige Links zum Thema geben.

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Was macht einen QMB Qualitätsbeauftragter als Trainer erfolgreich?

Erfolgreiche Trainer müssen ein Bündel an Eigenschaften aufweisen. Einige dieser Eigenschaften sind sicherlich in Train the Trainer Seminaren erlernbar, andere stellen wohl eher persönliche Talentmerkmale dar, worauf ggf. aufgebaut werden kann:

1. Menschliche Fähigkeiten, wie z.B. natürliche Autorität oder Enthusiasmus
‎‏ ‏ ‎ ‏ ‏(Begeisterungsfähigkeit).
2. Psychologische Kompetenz, z.B. im Bereich Kommunikation, Motivation oder
‏   ‏ ‏ Konfliktmanagement.
3. Fachkompetenz, wie z.B. fachliche Intelligenz und überlegenes Fachwissen.
4. Pädagogische Kompetenz, wie z.B. die Kenntnis didaktischer Methoden und Lerntechniken.

Da die erlernbaren Kompetenzfelder 1.-3. wohl mittlerweile als Basisseminar in den Schulungsplänen „on top“ stehen, pädagogische Seminare dort jedoch meist nicht zu finden sind, wird im Folgenden der Schwerpunkt auf die pädagogische Kompetenz gelegt.

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Ihre Ausbildung: Einen idealen Einstieg in das Qualitätsmanagement erhalten Sie mit der Ausbildung Basiswissen Qualitätsmanagement ISO 9001 Produktion bzw. der Ausbildung Basiswissen Qualitätsmanagement ISO 9001 Dienstleistung. Sie lernen dabei die ISO 9001:2015 sowie dessen Anforderungen  von Grund auf kennen und in einem funktionierenden Qualitätsmanagementsystem abzubilden.

Die methodische Planung von Lehrveranstaltungen

Vor der Durchführung eines jeden Lehrganges oder Seminars steht dessen Konzeption, also die inhaltliche und methodische Planung. Die wesentlichen Kriterien für die Auswahl der Trainingsmethoden sind die Lernziele. Sind diese bekannt, dann können die Lernphasen und -methoden definiert werden. Ist der Teilnehmerkreis, sowie der Kenntnis bzw. Fähigkeitsstand der Teilnehmer bekannt, kann das Training nun in Sequenzen zerlegt und die passenden Methoden können zugeordnet werden.

1. Lehrmethode Lehrvortrag
Grundlage des Lehrvortrages ist ein vorher ausgearbeitetes Konzept. Voraussetzung für den guten Lernerfolg sind die rhetorisch gekonnte Darbietung und der Einsatz von Visualisierungsmedien.
Typisches Lernziel: „Erinnern“ 

2. Lehrmethode Lehrgespräch
Beim Lehrgespräch kommt die gezielte Aktivierung der Lernenden hinzu. Die intensive Kommunikation der Beteiligten ermöglicht dem Trainer, auf die besonderen Belange der Teilnehmer einzugehen. Dies verstärkt die innere Beteiligung und damit die Lernmotivation. Gleichzeitig ermöglicht die Rückkopplung, festzustellen, was die Teilnehmer gelernt haben.
Typisches Lernziel: „Verstehen“

3. Lehrmethode Diskussion
Die Diskussion ist eine geregelte Erörterung eines zu erlernenden Sachverhaltes im Kreise der Schulungsteilnehmer. Ihr Ziel ist die Erweiterung des Wissens, die Meinungsbildung oder das Reflektieren von Lerninhalten an bekannten Situationen, was z.B. die Bereitschaft Neues zu akzeptieren mit sich bringen kann.
Typisches Lernziel: „Anwenden“

4. Lehrmethode Einzel- und Gruppenarbeit
In der Einzel- oder Gruppenarbeit erarbeiten die Teilnehmer selbständig die Lösung einer Lernaufgabe. Der Trainer verantwortet lediglich den Rahmen und gibt die Ziele vor. Zweck dieser Methode ist es, dem Lernenden zu ermöglichen, selbst aktiv zu werden und die Lerninhalte erleben zu können.
Typisches Lernziel: „Analysieren bis bewerten“

5. Lehrmethode Üben & Rollenspiele
Übungen dienen zur Festigung der neu erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Je ähnlicher die Übungssituationen den (häufig überraschenden) Praxisbedingungensind, desto umfassender wird der Lerntransfer sein. Anzustreben sind deshalb praxisnahe, mit Herausforderungen versehene Übungen, um neue Situationen zu meistern.
Typisches Lernziel: „Bewerten bis (er-)schaffen“

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Die sieben Stufen eines guten Unterrichts

Im Folgenden wird die Didaktik eines Lehrgangs anhand von 7 zu erklimmenden Treppenstufen erläutert, die wesentliche Bedeutung für einen guten Unterricht haben.

1. Stufe: Aufmerksamkeit schaffen und Interesse wecken
Bevor Sie jemanden erreichen, müssen Sie Aufmerksamkeit schaffen. Erzählen Sie z.B. eine spannende Geschichte oder verblüffen Sie die Teilnehmer durch Unerwartetes. Ködern Sie den Lernenden, indem Sie dessen persönlichen Nutzen verdeutlichen.

2. Stufe: Lernziele verdeutlichen
Lernende können den Inhalten eines Seminars nur schwer folgen, wenn das Ziel der Lerneinheit unklar ist. Die Zielerreichung muss wieder den persönlichen Nutzen klarstellen.

3. Stufe: Lerninhalte methodisch vermitteln
Vor Beginn muss der Trainer sich inhaltlich und sachlich vorbereiten. Inhaltlich bedeutet dies den Lernstoffgebiet zu erarbeiten. Sachlich gesehen wird eine Seminarorganisation gebildet. Beachten Sie die kommunikativen Grundregeln des Lehrgespräches:  Kurze Sätze, einfache Ausdrücke, Redepausen und die Anwendung von Beispielen

4. Stufe: Inhalte aktiv bearbeiten und erarbeiten
Kaum jemand kennt diesen Spruch nicht: „Übung macht den Meister.“ Die Lerninhalte sollten nun in der geeigneten Methode (Einzel-, Gruppenarbeit, Rollenspiele) geübt und damit verinnerlicht werden. Als hilfreich hat sich erwiesen, den „Schnelllernern“ die Moderatorenrolle anzubieten. Langsamere Lerner haben so die Möglichkeit, sich nochmals intensiv mit den Inhalten zu beschäftigen.

5. Stufe: Erreichung der Lernziele überprüfen
Damit Ihre Teilnehmer nicht „der Reihe nach aussteigen“ gilt: Erst wenn ein Lernziel erreicht wurde, dürfen Sie zu neuem Stoff übergehen! Stellen Sie Verständnisfragen und arbeiten Sie nicht erreichte Lernziele nach.

6. Stufe: Inhalte zusammenfassend wiederholen
Nun ist es an der Zeit, dass die Lerneinheit ihren letzten „Schliff“ erhält, indem Sie das Wichtigste nochmals zusammenfassend wiederholen. Der Vorteil für den Teilnehmer: Übersicht wird vermittelt, Zusammenhänge werden klar & Bestimmung des Standpunktes

7. Stufe: Zur Weiterbearbeitung motivieren
Nun haben Trainer und Lernende das Ziel erreicht. Nutzen Sie die Situation und motivieren Sie die Teilnehmer zum Transfer der Lerninhalte in deren tägliche Praxis. Lassen Sie alle Teilnehmer kurz darstellen, welche Lerninhalte diese nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz zuerst umsetzen wollen – getreu dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.

Und nicht vergessen: Loben Sie die Teilnehmer und danken Sie Ihnen für die Mitarbeit!

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