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Was ist beim Lieferantenaudit & der Lieferantenbewertung zu beachten?

Vor der Globalisierung waren die Verhältnisse im Einkaufsprozess im Bereich Lieferantenaudit sowie Lieferantenbewertung wesentlich klarer. Aufgrund einer oftmals limitierten Marktöffnung war die Lieferantenauswahl beschränkt. Doch nun brechen Barrieren nach und nach ein. Die Folge ist, dass sowohl der Kosten- als auch der Erlösdruck steigt. Heute bevorzugen Organisationen dabei – bei einer unterstellten Gleichwertigkeit der Qualität – die Lieferanten, die die Kostenposition weniger belasten. Dies führt schließlich zu steigendem Druck nach einer Internationalisierung der Beschaffung. Lieferanten aus Schwellenländern, die im Vergleich zu regionalen Lieferanten oftmals kostengünstiger sind, erkennen ihre Chancen und die Zulieferketten werden dadurch immer schwerer überschaubar. Ihre Beschaffungsstrategien müssen nun stärker auf die Lieferantenbewertung und eine Entwicklung der Lieferanten setzen, indem Sie zum Beispiel die Vorteile vom Lieferantenaudit bzw. dem Second Party Audit noch besser nutzen.

 

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Gibt es eine maßgeschneiderte Lieferantenbewertung im Lieferantenaudit? 

Mit zunehmender Tendenz zur Verringerung der Fertigungstiefe wächst die Zahl der zu verwaltenden Beschaffungsvorgänge und umso schwieriger ist es dabei, auftretende Abweichungen in der Supply Chain zu kontrollieren. Daher gründet sich das Ziel des Lieferantenaudits vorwiegend auf den Interessen des Kunden. Dieser möchte nämlich seine Produkte bzw. Dienstleistungen in möglichst hoher Qualität zu einem möglichst niedrigen Preis erhalten. Der Begriff Qualität im Einkaufsprozess bezeichnet dabei häufig nur die Eigenschaften, die ein Produkt oder eine Dienstleistung haben soll und die beim Wareneingang oder bei der Abnahme überprüft werden. Als Beurteilungsgröße dient dabei eine Kennzahl für Lieferanten, Produkt oder Dienstleistung. Diese Kennzahl basiert dabei in den meisten Fällen ausschließlich auf den folgenden abstrakten Kenngrößen:  Qualität  |  Termin  |  Preis


Welche Kriterien zur Lieferantenbewertung nutzt der Einkauf?

Von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit Ihrer Lieferanten ist eine Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit Ihrer Lieferanten. So können Sie sicherstellen, dass Sie die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken einer zukünftigen Zusammenarbeit mit einem Lieferanten frühzeitig und systematisch erkennen. Anhand strategischer Kriterien sollten Sie für jeden Lieferanten eine Analyse durchführen, die Ihnen dabei hilft, heute die richtigen Kooperationsstrategien gegenüber den verschiedenen Lieferanten abzuleiten und Ihr Lieferantenmanagement bzw. Ihre Lieferantenentwicklung so systematisch voranzutreiben.

Lieferantenbewertung im Lieferantenaudit


Welche Bewertungskriterien werden im Lieferantenaudit angewandt?

Um zu einer aussagefähigen Darstellung des Lieferantenniveaus zu gelangen, sollten Sie die Lieferanten im Audit nach festgelegten Kriterien befragen und deren Antworten entsprechend dem Erfüllungsgrad nach einem Punkteschema bewerten. Hinsichtlich des Qualitätsniveaus sollten Sie dabei auf die Qualitätsfähigkeit Wert legen. Dabei können Sie wider gängiger Praxis formelle Qualitätszertifizierungen nur geringfügig in die Bewertung einbeziehen. Dies rührt daher, dass in den meisten Unternehmen bereits ein Prozess bzw. Prozesse zur Bewertung der Produkt- sowie Lieferqualität der Zulieferer bestehen. Gute oder schlechte Leistungen der Lieferanten würden Sie dabei an dieser Stelle doppelt werten. Nachfolgend finden Sie typische sowie sinnvolle Bewertungskriterien für Ihr Lieferantenaudit:

1. Gesamteindruck sowie Standortbedingungen des Betriebes

  • Leistungszustand der Infrastruktur
  • Know-how
  • Patentrechte
  • Aktivitäten in anderen Branchen
  • Entfernung zum Kundenklientel
  • Landesrisiko (politisches System, Sicherheitslage)

2. Externe sowie interne Datenkommunikation

  • Interne Organisationsabläufe
  • Kundenanbindung
  • EDV-Infrastruktur

3. Maschinenpark sowie Produktion

  • Technischer Leistungsumfang
  • Umrüstflexibilität
  • Materialfluss sowie Raumnutzung
  • Produktionsplanung sowie -steuerung

4. Qualitätsmanagement Prozessbeherrschung

  • Qualitätskennzahlen der Produkte
  • Prozesskosten
  • Verschwendung (Bestände)

5. Prüfmittel sowie Prüfeinrichtungen

  • Eignung der vorhandenen Prüfmittel sowie Prüfeinrichtungen für die geforderten Messaufgaben

6. Prüfungen beim Lieferant

  • Zuverlässigkeit der Prüfungen
  • Prüfung unter geeigneten Bedingungen

7. Qualifikation der Mitarbeiter

  • Fachkompetenz
  • personelle Flexibilität
  • Motivation sowie Mitarbeiterqualifizierung
  • Sauberkeit sowie Ordnung
  • Kundenorientierung
  • Einhaltung der Festlegungen in der Qualitätssicherungsvereinbarung (QSV)

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