Managementsystem

Was ist eine Zertifizierung und wie lautet die Definition für Zertifizierung?

Bei einer Zertifizierung handelt es sich um eine Sonderform der Konformitätsbewertung. Der Begriff Konformität beschreibt dabei eine Überprüfung der Erfüllung bzw. Einhaltung definierter Anforderungen, die an ein Produkt, ein System, einen Prozess oder auch an Personen gestellt werden.

Da immer mehr Unternehmen Managementsysteme einführen, werden dadurch auch immer mehr Betriebe mit dem Begriff Zertifizierung konfrontiert. Doch was bedeutet dieser Begriff überhaupt? Wie wird der Begriff Zertifizierung schließlich definiert? Eine Konformitätsbewertung kann beispielsweise durch eine Herstellererklärung oder eine unabhängige Zertifizierungsstelle erfolgen. So ist z.B. das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit eine Konformitätsbewertung. Informieren Sie sich auf dieser Seite weiter im Detail über die Definition, den Wert und die Anwendungsbereiche. Auf unserer Seite informieren wir Sie auch über den Ablauf sowie die Kosten einer Zertifizierung und schließlich die Auswahl einer Zertifizierungsstelle. 


Wie lautet die Definition für den Begriff Zertifizierung?

In der DIN EN ISO/IEC 17000:2004 Konformitätsbewertung – Allgemeine Begriffe sowie Grundlagen ist die Zertifizierung wie folgt definiert:

„Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten, die aufzeigt, dass ein angemessenes Vertrauen besteht, dass ein ordnungsgemäß bezeichnetes Erzeugnis, Verfahren oder eine ordnungsgemäß bezeichnete Dienstleistung in Übereinstimmung mit einer bestimmten Norm oder einem bestimmten anderen normativen Dokument ist.“

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Welchen Wert hat eine Zertifizierung für Ihr Unternehmen?

Genau wie eine Zertifizierung ist auch eine Hersteller- bzw. Selbsterklärung, die von einem Unternehmen selbst erstellt wird, eine Form der Konformitätsbewertung. Allerdings mangelt es einer Herstellererklärung oft an Glaubwürdigkeit, da die Objektivität nicht gewährleistet ist und Außenstehende nicht nachvollziehen können, ob die Anforderungen tatsächlich erfüllt sind. Eine Zertifizierung soll diesem Problem entgegenwirken, indem sie durch eine unabhängige dritte Partei durchgeführt wird. Allerdings ist der Begriff Zertifizierung nicht geschützt, sodass diese von jeder Person oder Organisation durchgeführt werden kann, auch wenn deren Neutralität bzw. Objektivität nicht sichergestellt ist.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, sich vor möglichen „falschen“ Zertifikaten zu schützen, denn ein glaubwürdiges Zertifikat stammt von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle. Der Begriff Akkreditierung beschreibt dabei die „formelle Anerkennung der Kompetenz einer Organisation, spezifische Aufgaben auszuführen“. Dabei ist die Akkreditierung in Deutschland in Übereinstimmung mit der VO (EG) Nr. 765/2008 im Akkreditierungsstellengesetz (AkkStelleG) geregelt. Dabei ist die einzige nationale Akkreditierungsstelle die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). Die Beauftragung einer akkreditierten Zertifizierungsgesellschaft stärkt die Glaubwürdigkeit des Zertifikats und hat zudem weitere Vorteile. So ist sie z.B. Voraussetzung für den Erhalt steuerlicher Vorteile. Schließlich können Unternehmen nur von der EEG-Umlage befreit werden, wenn ihr Energiemanagement System nach ISO 50001 von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle geprüft ist.


Welche Anwendungsbereiche für eine Zertifizierung gibt es?

Eine Zertifizierung wird in Unternehmen in drei Bereichen durchgeführt. Sie können Ihre Produkte, Ihre Systeme oder Ihr Personal von einer neutralen sowie akkreditierten Stelle zertifizieren lassen.

Produktzertifizierung:
Während der Produktzertifizierung prüft die unabhängige Stelle die Erfüllung von Qualitätsanforderungen an ein Produkt. Z.B. ist das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) eine Produktzertifizierung.

Systemzertifizierung:
Bei einer Systemzertifizierung prüft die unabhängige Stelle, ob die Anforderungen einer Norm oder eines anderen Regelwerks bzw. Standards an ein System eingehalten werden.

Z.B.: Zertifizierung von

Personalzertifizierung:
Ebenso können Personen zertifiziert werden, dabei prüft die unabhängige Stelle die Kompetenz von Einzelpersonen auf der Grundlage festgelegter Qualitätsanforderungen. Dies kann z.B. bei QM-Personal wie etwa dem QMB bzw. bei den Beauftragten anderer Managementsysteme erfolgen.

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