Managementsystem

Was ist der Unterschied zwischen Akkreditierung und Zertifizierung?

Die Begriffe stehen in einem engen Zusammenhang und dennoch gibt es einen klaren Unterschied zwischen Akkreditierung und Zertifizierung. Mit den beiden Methoden Akkreditierung und Zertifizierung soll sichergestellt werden, dass Systeme, Prozesse oder auch Personen definierte Vorgaben erfüllen. So streben viele Firmen eine Zertifizierung oder auch Akkreditierung eines Managementsystems oder einer Person an, um das Vertrauen der Kunden in die angebotenen Dienstleistungen oder Produkte zu gewinnen.

Der Unterschied zwischen den Begriffen Akkreditierung und Zertifizierung lässt sich dabei nicht immer sofort erschließen. Auf dieser Seite finden Sie die entsprechenden Erläuterungen zu diesen Begriffen und können zukünftig ebenso eine Abgrenzung der Bezeichnungen  vornehmen.


Welche Vorteile bieten eine Akkreditierung und Zertifizierung?

Bevor wir uns detailliert mit dem Unterschied von Akkreditierung und Zertifizierung befassen, möchten wir Ihnen kurz die Hauptvorteile dieser beiden Vorgehen aufzeigen:

  • Erkennung potentieller Schwachstellen:
    Durch die präventive Identifikation möglicher Fehler sowie -schwerpunkte werden die betroffenen Prozesse verbessert, Verschwendung vermieden und die qualitätsbezogenen Kosten gesenkt.
  • Optimierung betrieblicher Abläufe:
    Mithilfe der Dokumentation, Analyse und Verbesserung von Unternehmensabläufen kann ein besseres Prozessverständnis erlangt und die Abläufe anschließend beschleunigt werden.
  • Rechtsicherheit im Haftungsfall:
    Eine Zertifizierung bzw. Akkreditierung weist die Einhaltung von Sorgfaltspflichten bei der Strukturierung qualitätsbezogener Aspekte nach.

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Was bedeutet Zertifizierung im Unterschied zur Akkreditierung?

Ausgehend von seinem lateinischen Ursprung certes – sicher und facere – machen/fertigen kann eine Zertifizierung als eine Prüfung der Anforderungserfüllung von Produkten, Systemen (z.B. Managementsysteme), Prozessen oder auch Personen verstanden werden. Demnach ist eine Zertifizierung ein Verfahren einer Konformitätsprüfung, wobei durch eine unabhängige dritte Partei die Übereinstimmung von Prozess- und Arbeitsabläufen mit den Anforderungen spezifischer Normen (z.B. mit der ISO 9001) überwacht wird. Die Prüfung bei einer Zertifizierung bezieht sich nicht ausschließlich nur auf Prozesse, sondern kann auch ganze Systeme, wie z.B. bei der Zertifizierung von Managementsystemen. Bei einer Zertifizierung müssen die involvierten Personen nicht zwingend über die Fachkompetenz für das zu zertifizierende Objekt verfügen.

Begrenzte Gültigkeit einer Zertifizierung
Hat ein System, Prozess oder auch eine Person eine Zertifizierung erhalten, so ist diese nur begrenzt gültig. Die Validität eines Zertifikats beträgt dabei drei Jahre. Innerhalb dieser Gültigkeitsdauer wird die Zertifizierung weiter überwacht. So soll sichergestellt werden, dass die Normkonformität oder aber auch die Wirksamkeit, z. B. von Managementsystemen oder Prozessen, weiter gegeben ist. Dafür findet nach der Zertifizierung jährlich ein Überwachungsaudit statt. Nachdem das Zertifikat seine Wirksamkeit verloren hat, muss eine Rezertifizierung stattfinden.


Was bedeutet Akkreditierung im Unterschied zur Zertifizierung?

Die Akkreditierung Definition kann vom lateinischen Wort accredere – Glauben schenken abgeleitet werden. Demnach stellt eine Akkreditierung ein Verfahren dar, bei dem eine unabhängige dritte Instanz, z.B. eine Akkreditierungsstelle, bestätigt, dass durch spezifische Fachkenntnisse des Personals die Funktionen von Systemen oder Prozessen sicher erfüllt werden. Anders als die Zertifizierung, die ausschließlich die Normkonformität prüft, kann eine Akkreditierung also auch als Kompetenzbewertung verstanden werden.

Bei einer Akkreditierung, die im Vergleich zu einer Zertifizierung eine tiefergehende Prüfung voraussetzt, werden also sowohl die Normkonformität als auch das Vorhandensein entsprechender Kompetenzen untersucht. Eine Akkreditierung ist besonders häufig im Bereich der Laboratorien, die sich an der ISO 17025 orientieren, zu finden. Aber auch in anderen Wirtschaftszweigen hat die Akkreditierung eine hohe Relevanz, da sie folgende Vorteile bietet:

  • Zuverlässige Qualität sowie Sicherheit
  • Gewährleistung eines technischen Mindestniveaus
  • Konformität mit Gesetzen sowie Richtlinien und Normen

Während eine Zertifizierung bereits nach drei Jahren ihre Gültigkeit verliert, so ist eine Akkreditierung fünf Jahre gültig. Jedoch überwacht die nationale Akkreditierungsstelle DAkkS auch eine Akkreditierung in regelmäßigen Abständen.


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Was soll mit einer Akkreditierung erreicht werden?

Mit einer Akkreditierung werden die nachfolgenden drei Hauptziele erreicht:

  • Kompetenzbewertung
    Eines der wichtigsten Ziele einer Akkreditierung ist der Nachweis fachlicher Kompetenzen sowie eine Bestätigung der Einhaltung gesetzlicher und normativer Anforderungen auf internationalem Niveau.
  • Vergleichbarkeit
    Ebenso verfolgt eine Akkreditierung das Ziel, Ergebnisse von Konformitätsbewertungen vergleichbar zu machen und diese Vergleichbarkeit sicherzustellen.
  • Vertrauensbildung
    Genau wie eine Zertifizierung, soll auch eine Akkreditierung die Vertrauensbildung der Kunden bezüglich der Sicherheit sowie Qualität von Produkten und Dienstleistungen gewährleisten.

Akkreditierung von Zertifizierungsstellen

Was ist der Unterschied zwischen Akkreditierung und Zertifizierung?Möchten Sie ein Managementsystem oder ein Prozess zertifizieren lassen, müssen Sie eine Zertifizierungsstelle beauftragen. Allerdings ist der Begriff Zertifizierung nicht geschützt, sodass diese von jeder beliebigen Person oder Organisation vorgenommen werden kann.

Um diesem Problem entgegen zu wirken, sollte bei der Auswahl einer Zertifizierungsstelle auf eine akkreditierte Organisation wählen. Die Akkreditierung bestätigt durch eine unabhängige dritte Seite, dass die Zertifizierungsorganisation die Kompetenzen besitzt, um eine
Konformitätsbewertung durchzuführen.

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