Unterscheidung Internes Audit – Externes Audit

Unterscheidung Auditarten – Internes Audit und Externes Audit

Audits helfen Unternehmen zu prüfen, ob Systeme oder Prozesse innerhalb der Organisation noch so funktionieren, wie sie ursprünglich mal geplant wurden. Auch soll in Audits die Sinnhaftigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie die Effizienz bestehender Abläufe untersucht werden. Aus dieser Prüfung können Sie als Unternehmen eventuelle Korrekturmaßnahmen oder Prozessänderungen ableiten und umsetzen. Das Resultat davon ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Prozessen oder Managementsystemen. Beschäftigt man sich mit Audits, z.B. im Hinblick auf die Zertifizierung eines Managementsystems, so wird man auch auf die Begriffe Internes Audit – Externes Audit aufmerksam werden. Dabei ist ein Vergleich Internes Audit – Externes Audit oftmals gar nicht einfach durchzuführen und die Ziele beider Auditarten nicht einfach zu ermitteln.


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Kurzer Überblick über wesentliche Unterschiede

Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht über die wesentlichen Unterschiede zwischen den Begriffen Internes Audit – Externes Audit :

Internes AuditExternes Audit
Wird von oder im Namen der Organisation durchgeführtWird von einem externen Auditor durchgeführt
Nutzung für interne Zwecke, z.B. zur FehlerbeseitigungSecond Party Audit (Lieferantenaudit): Prüfung der Einhaltung von Anforderungen bei einem Lieferanten
Auch First Party Audit genanntThird Party-Audit (Zertifizierungsaudit): Konformitätsprüfung durch einen unabhängigen Dritten (Zertifizierungsstelle), z.B. Zertifizierungsaudits von Managementsystemen


Internes Audit

Ein Internes Audit wird für interne Zwecke einer Organisation durchgeführt. Da an einem internen Audit nur eine Partei beteiligt ist, wird das interne Audits im internationalen Sprachgebrauch auch als First Party Audit bezeichnet. Das Interne Audit berücksichtig im besonderen Maße die unternehmensspezifischen Belange und aktuelle Probleme. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Auditoren eigene Mitarbeiter des Unternehmens sind oder von einer externen Organisation stammen. Entscheidend ist, dass die Auditergebnisse innerhalb der auditierten Organisation bleiben. Die Durchführung eines internen Audits durch einen externen Auditor empfiehlt sich, wenn Unternehmen keine eigenen Mitarbeiter ausbilden möchten oder wenn aufgrund der kleinen Mitarbeiteranzahl die Unabhängigkeit des internen Auditors von der auditierten Tätigkeit nicht gegeben ist. Beispiele für den Zweck eines Internes Audits sind:

  • Prüfung eines Managementsystems auf Normkonformität
  • Identifikation von Verbesserungspotentialen

Man kann also sagen, dass ein internes Audit die eigenen unternehmensinternen Grundsätze und Anforderungen stabilisieren und weiterentwickeln soll. Die beim internen Audit erhaltenen Ergebnisse können vom Unternehmen als Grundlagen für die Ableitung möglicher Konsequenzen oder Verbesserungspotenziale genutzt werden, weshalb ein internes Audit ein wesentlicher Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses – KVP ist.

Video: Was ist ein internes Audit?
Video: Interne Audits – der Auditkreislauf und dessen Akteure


Externes Audit – Vergleich Internes Audit

Ein externes Audit unterscheidet sich in der Hinsicht von internen Audits, dass sie immer von einer externen Person, z.B. einem Auditor einer Zertifizierungsstelle, durchgeführt werden. Auch die Auditorganisation erfolgt vorwiegend durch eine externe Partei. Für die Durchführung externer Audits existieren in der Regel allgemeingültige Checklisten oder Fragenkataloge, die auf der Grundlage der anzuwendenden Regelwerke basiert. Je nach Anzahl der am externen Audit beteiligten Parteien kann zwischen zwei verschiedenen Audits unterscheiden:

Second Party Audit – Lieferantenaudit:

  • Kunde und Lieferant als Parteien involviert
  • Prüfung der Fähigkeit des Lieferanten Kundenanforderungen einzuhalten

Third Party Audit – Zertifizierungsaudit:

  • von einer dritten externen Partei (z. B. Zertifizierungsgesellschaft) durchgeführt
  • unabhängige Prüfung eines Managementsystems auf Normkonformität
  • ggf. mit anschließender Zertifizierung